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Palliativversorgung: Klinikteams ambulante Beratung und Betreuung ermöglichen

28. 01. 2020

Das Bundesministerium für Gesundheit hat angekündigt, im ersten Quartal 2020 einen Gesetzentwurf zur sektorenübergreifenden Versorgung vorzulegen. Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) begrüßt den Plan, Kliniken stärker in die ambulante Versorgung einzubeziehen. Insbesondere bei der Palliativversorgung sieht der Verband dafür konkreten Bedarf.

 

Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des kkvd: „Es ist richtig, die Krankenhäuser künftig mehr in die ambulante Versorgung einzubinden. Der Fokus sollte dabei aber nicht nur auf ländlichen Regionen liegen. Auch in ausgewählten Fachbereichen können die Kliniken einen wichtigen Beitrag leisten, um Versorgungslücken zu schließen oder schnelleren Zugang zu einer fachmedizinischen Behandlung zu gewährleisten. Dies gilt beispielsweise für die Palliativversorgung. Schwerstkranke Patienten im Krankenhaus möchten oft phasenweise oder für die letzten Lebenstage in ihrem Zuhause sein.“

 

Die Mehrheit der Deutschen möchte am liebsten zuhause sterben. Tatsächlich sterben jedoch 428.000 Menschen pro Jahr im Krankenhaus. Das sind im Bundesschnitt 46 Prozent der Sterbefälle. (Statistisches Bundesamt, Daten für das Jahr 2017)

 

Rümmelin weiter: „Wenn das aus dem Krankenhaus vertraute multiprofessionelle Team die Patienten für eine kurze Zeit auch zuhause versorgen kann, hilft das den Patienten und entlastet ihre Angehörigen. Eine nahtlose, fachkundige Betreuung und Symptomkontrolle sind in dieser Phase besonders wichtig für die Lebensqualität. Das Vertrauen in die gewachsene, zwischenmenschliche Arzt-Patienten-Beziehung gibt hier Halt und Stabilität. Auch gibt es dem Wunsch von Palliativpatienten und deren Angehörigen folgend an wenigen Krankenhäusern heute bereits ambulante Sprechstunden, die über Spenden finanziert werden. Für eine solche sektorenübergreifende Versorgung im Sinne der Patienten fehlen jedoch bislang die gesetzliche Grundlage und eine regelhafte Finanzierung. Dies sollte unbedingt beim angekündigten Gesetzentwurf berücksichtigt werden. Palliativteams der Krankenhäuser könnten dann auch das Angebot der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ergänzen, wo Lücken bestehen.“

 

An den 400 Klinikstandorten in katholischer Trägerschaft gibt es derzeit 133 Palliativeinheiten. Hier stehen insgesamt 763 Betten zur Versorgung von Palliativpatienten zur Verfügung.