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Corona-Lage: Katholische Krankenhäuser fordern klare Entscheidungen

30. 11. 2021

Mitgliederversammlung tagte digital - Ingo Morell ist neuer Vorsitzender

 

Die katholischen Krankenhäuser fordern die Länder, die geschäftsführende und die neue Bundesregierung zu klaren Entscheidungen für die Pandemieeindämmung und zur Unterstützung der Kliniken auf. Die Lage in Bayern und Baden-Württemberg sowie in weiten Teilen Ostdeutschlands sei so dramatisch wie nie zuvor in dieser Pandemie, mahnt Ingo Morell, der heute zum neuen Vorsitzenden des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (kkvd) gewählt wurde.

 

Jetzt sind klare Entscheidungen notwendig

 

Ingo Morell, neu gewählter Vorsitzender des kkvd: „Das politische Entscheidungsvakuum zwischen den Ländern, der bisherigen und der künftigen Bundesregierung zur Pandemiebekämpfung ist für die Klinikteams in den stark betroffenen Regionen kaum noch nachvollziehbar. Die Lage in Bayern und Baden-Württemberg sowie in weiten Teilen Ostdeutschlands ist so dramatisch wie nie zuvor in dieser Pandemie. Die Klinikteams arbeiten am Limit und darüber hinaus, um die Patientenversorgung aufrechtzuerhalten. Währenddessen streitet die Politik über Kontaktbeschränkungen und die Infektionswelle rollt auch in den Westen und Norden des Landes vor. Jetzt sind klare Entscheidungen für weitere Kontaktbeschränkungen in den besonders betroffenen Ländern notwendig. Zudem führt offensichtlich an einer allgemeinen Impflicht kein Weg mehr vorbei.“

 

Heute am frühen Nachmittag kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel, der designierte Kanzler Olaf Scholz und die Regierungschefs der Länder zu Beratungen zusammen.

 

Kliniken brauchen Rettungsschirm

 

„Außerdem brauchen die Krankenhäuser jetzt endlich einen nachgebesserten, wirksamen Rettungsschirm. Bisher wurde unterstellt, dass die Kliniken bis Ende des Jahres 2021 in den Normalbetrieb übergehen. Doch jetzt geraten immer mehr Krankenhäuser durch die Verschiebung planbarer Behandlungen und Personalknappheit wieder in wirtschaftliche Not. Klinikbetten können nicht belegt werden, da das notwendige Pflegepersonal fehlt. Aufgrund der permanenten Überlastung und von Corona-Infektionen zieht der Krankenstand in den Kliniken gerade stark an. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine neue Corona-Prämie in Aussicht zu stellen ist ein wichtiges Signal. Doch eine solche Prämie muss an alle gezahlt werden, nicht nur an Intensivpflegekräfte“, so Morell weiter.  

 

Theo Paul – ein energischer Streiter für die katholischen Kliniken

 

Unter dem Eindruck der drastischen Zuspitzung der Corona-Lage in den Kliniken fand heute eine digitale Mitgliederversammlung des kkvd statt. Sie bestimmte den bisherigen Stellvertreter Ingo Morell aus Olpe zum neuen Vorsitzenden des Verbandes. Er folgt auf Domkapitular Theo Paul aus Osnabrück, der das Amt seit 2011 innehatte und nicht erneut kandidierte.

 

Ingo Morell abschließend: „Theo Paul hat unseren Verband in seiner zehnjährigen Amtszeit nachhaltig geprägt. Wir haben ihn als starken Fürsprecher und energischen Streiter für die Anliegen der katholischen Krankenhäuser erlebt. Auch hat er maßgeblich darauf hingewirkt, das Standbein des Verbandes in Berlin auszubauen. Ihm war stets wichtig, dass der christliche Mehrwert katholischer Krankenhäuser nach Innen und Außen sichtbarer gemacht wird. So entstand beispielsweise der kkvd Sozialpreis, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird. Wir bleiben Theo Paul in tiefer Dankbarkeit für sein herausragendes Wirken auch künftig verbunden.“

 

Zehn weitere Vorstandsmitglieder gewählt

 

Die Mitgliederversammlung wählte neben dem Vorsitzenden noch zehn Vorstandsmitglieder. Außerdem gehören dem Vorstand als geborene Mitglieder die Präsidentin des Deutschen Caritasverbands und die Geschäftsführung des kkvd an.

 

Von der Mitgliederversammlung zu Vorstandmitgliedern gewählt wurden heute:

 

Vorsitzender:

Ingo Morell, Geschäftsführer der Maria Theresia Bonzel-Stiftung in Olpe, Nordrhein-Westfalen

 

Vorstandsmitglieder:

Dr. med. Dirk Albrecht, Geschäftsführer der Contilia GmbH in Essen, Nordrhein-Westfalen

Andreas Barthold, Sprecher Hauptgeschäftsführung der Alexianer GmbH mit Sitz in Münster, Nordrhein-Westfalen

Martin Bosch, Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals in Wiesbaden, Hessen

Thomas Brobeil, Geschäftsführer der Vinzenz von Paul Hospital gGmbH in Rottweil, Baden-Württemberg

Monika Hilsmann, Geschäftsleitung der MKS St. Paulus GmbH in Schwerte, Nordrhein-Westfalen

Jochen Messemer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus GmbH mit Sitz in Waldbreitbach, Rheinland-Pfalz

Dr. Hartmut Münzel, Vorstandsvorsitzender der Angela von Cordier-Stiftung in Remagen, Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Martin Pohlmann, Vorstand des Landes-Caritasverbands für Oldenburg mit Sitz in Vechta, Niedersachsen

Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft Lingen, Niedersachsen

Matthias Warmuth, Geschäftsführer der BBT-Gruppe mit Sitz in Koblenz, Rheinland-Pfalz

 

Bild zur Meldung: Ingo Morell_Vorsitzender des kkvd (Foto: kkvd/Jens Jeske)